Seit 1871 prägt Sedus die Welt des Sitzens und der Bürogestaltung. Was einst als kleine Stuhlfabrik in Waldshut begann, entwickelte sich über Generationen zu einem der führenden Büromöbelhersteller Europas. Geprägt von Innovationsgeist, handwerklicher Tradition und einem klaren Bekenntnis zu Qualität und Nachhaltigkeit, hat Sedus immer wieder neue Maßstäbe gesetzt – von den ersten ergonomischen Drehstühlen bis hin zu ganzheitlichen Büroeinrichtungskonzepten.
Entdecken Sie hier die Meilensteine der Unternehmensgeschichte.
Sedus: Eine Geschichte von Tradition und Innovation
Heute
... arbeiten wir daran, ganzheitliche Lösungen für die Arbeitswelten von morgen zu schaffen. Das machen wir gemeinsam mit Partnern in über 74 Ländern weltweit. Durch unsere Dienstleistungen, unsere Produkte und unser Engagement helfen wir Menschen und Unternehmen, erfolgreich und nachhaltig die Zukunft zu gestalten.

2025
Sedus bekennt sich offiziell zu den Science Based Targets (SBTs) der Science Based Targets initiative (SBTi) und verpflichtet sich damit zu kurz- und mittelfristigen Klimazielen, die im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens stehen.

2024
Die S³ Advice GmbH wird gegründet. Als Unternehmensberatung bietet sie Leistungen in den Bereichen NEW WORKspace Beratung, digitale Büroflächenanalyse, Interior Design und Change-Begleitung an.
2023
Nach rund jeweils zwei Jahren Planungs- und Bauzeit nimmt Sedus die neue Fertigungsanlage „Futura 2“ am Standort Geseke in Betrieb.


2018
Der Firmensitz der Sedus Stoll AG wird nach Dogern verlegt. Im Rahmen dessen wird auch die Verbindungsstraße in „Christof-Stoll-Straße“ umbenannt. Im Frühjahr 2019 beziehen die Mitarbeiter das neu errichtete „Sedus Smart Office“.
2012
Die Laserkanten-Technik wird eingeführt, was eine Aufwertung in der Verarbeitung aller Möbel und Tischplatten durch eine fugenlose und umweltfreundliche Designkante zur Folge hat.
Sedus wird mit dem Umweltpreis für Unternehmen in Baden-Württemberg ausgezeichnet.

2010
Das neue Entwicklungs- und Innovationszentrums in Dogern wird fertiggestellt.
Als erster Büromöbelhersteller weltweit erhält Sedus die EMAS-III-Zertifizierung.
2008
Die Gesika Büromöbelwerk Bröcker GmbH & Co. KG wird in die Sedus Systems GmbH umgewandelt.
Die Similar-Plus-Mechanik mit vorwählbarem Öffnungswinkel und schneller Anpassungsmöglichkeit des Anlehndrucks wird entwickelt.


2002
Durch den Zusammenschluss mit der Gesika Büromöbelwerk Bröcker GmbH & Co. KG wird die Sedus Stoll AG zum Komplettanbieter ganzheitlicher Büroeinrichtungen.
Die Karl Bröcker Stiftung wird neben der Stoll VITA Stiftung zweiter Hauptaktionär von Sedus.
1999
Die Sedus Stoll AG übernimmt die Mehrheitsbeteiligung am Büromöbelhersteller Klöber GmbH in Überlingen.
Die Karl Bröcker Stiftung wird gegründet.

1998
Renate Bröcker stirbt mit nur 33 Jahren bei einem tragischen Verkehrsunfall. Das Vermögen von Renate Bröcker fließt ein Jahr später in ihre Stiftung ein.

1995
Das Unternehmen wird in die Sedus Stoll Aktiengesellschaft umgewandelt.
Als erster Möbelhersteller in Deutschland erhält das Unternehmen das Öko-Audit nach EU-Norm.
1993
Christof Stoll wird vom „WWF“ (World Wide Fund For Nature) und der Zeitschrift „Capital“ zum Ökomanager des Jahres gewählt.


1987
Renate Bröcker übernimmt das Unternehmen Gesika Büromöbelwerk Bröcker GmbH & Co. KG nach dem Tod ihres Vaters. In den ersten Jahren bleibt die Unternehmensführung bei einem Geschäftsführer.
1985
Christof Stoll und Ehefrau Emma gründen die gemeinnützige Stoll VITA Stiftung und übertragen ihr Vermögen, das auch die Mehrheitsbeteiligung am Familienunternehmen umfasst, auf diese Stiftung.
Aufgrund seiner Verdienste als Unternehmer erhält Christof Stoll 1986 das Bundesverdienstkreuz.

1977
Zwei Monate nach Inkrafttreten der Bestimmungen „Sicherheitsregel für Büroarbeitsplätze“ erhält Gesika am 4. März 1977 als erster Büromöbelhersteller das berufsgenossenschaftliche Sicherheitszeichen verliehen.
1974
Im Sinne der Corporate Identity und zur Verdeutlichung des engen Zusammenhalts mit dem Standort Geseke lässt Karl Bröcker das Unternehmen in „Gesika Büromöbelwerk Bröcker GmbH & Co.KG“ ändern.
Karl Bröcker stellt die Produktneuheit, das CONTACT-Raumgliederungssystem-CS vor. Mit dem Produkt hat Gesika ein Raumgliederungssystem geschaffen, das durch seine horizontale und vertikale Elektrifizierung, die überaus hohe Schallabsorption, die vollflächige Magnethaftung, die „weiche“ Linienführung und viele andere Vorzüge alle konventionellen Stellwände und die meisten anderen Raumgliederungssystem übertrifft.


1973
Der Anatomic-Sitz, die Permanent-Contact-Rückenlehne und das dynamische Sitzprinzip „Similarmechanik“ werden entwickelt. Diese Innovationen bieten technische Lösungen für die optimale ergonomische Unterstützung des Menschen am Arbeitsplatz.
Im Oktober 1973 erhält das Gesika Büromöbelwerk von der Landesgewerbeanstalt Bayern das erste Sicherheitszeichen für Büromöbel.
1972
Unter dem Leitgedanken „Softline oder die Funktion von Schönheit im Büro“ stellt Karl Bröcker auf der Hannover-Messe das neue „Gesika-Softline-Programm“ vor – mit einer stoßelastischen Tischplatteneinfassung aus Polyurethanschaum.
Mit der Entwicklung einer weichen Tischkantenfassung verwirklicht Gesika bereits 1972 eine Sicherheitsvorkehrung an Büromöbel, die sechs Jahre später Gesetz wird.


1970
In Folge des Unternehmenswachstums wird ab 1969 in den nächsten Jahren die Produktion schrittweise an den neuen Standort nach Dogern verlegt. 1970 richtet Christof Stoll eine eigene Entwicklungs- und Versuchsabteilung mit dem größten und modernsten Prüflabor der Branche ein und engagiert mit Theo Hartmann den ersten Diplom-Designer. Bis 1987 werden insgesamt acht Vertriebsgesellschaften in Europa gegründet.
1967
Bei der Neuentwicklung des „Gesika-Inselfußprogramms“ setzt Gesika als einer der ersten Hersteller der Büromöbelbranche die Excenterverbindung ein. Dadurch wird ein hohes Maß an Flexibilität, d. h. Zerlegbarkeit, Wandel- und Austauschbarkeit der Büromöbel, erreicht.


1965
Karl Bröcker lässt das Markenzeichen „Gesika“ eintragen. Das Wort Gesika steht für: Gelungene Konstruktion, Einrichtung nach System = Organisation, Idealer Arbeitsplatz, Kostensparend, Altbewährte Qualität.
Die erste Büromöbelserie „Rigo-Norm“ unter der Marke Gesika, die Karl Bröcker selbst entworfen hat, wird eingeführt.
Ab 1963
Karl Bröcker baut das erste Werk zur Veredlung von Spanplatten zu melaminharzbeschichteten Kunststoffplatten sowie zur Herstellung montagefertiger Möbelteile. In Geseke entsteht mit dem Bau des Werks das seinerzeit größte Kunststoffplattenformat, die Rigonal-Markenplatte.

1962
Karl Bröcker gründet das Unternehmen Bröcker GmbH & Co. KG am Standort Geseke.
1961
Karl Bröcker erwirbt ein rund 100.000 m2 großes Industriegelände in Geseke.
1958
Christof und Martin Stoll teilen das Familienunternehmen Albert Stoll OHG in zwei Firmen auf: die Christof Stoll KG in Waldshut und die Martin Stoll Federdreh-Stuhlfabrik in Tiengen.
Christof Stoll lässt den Markennamen Sedus eintragen.
Die Theodor Bröcker Möbel- und Bauschreinerei wird von Schlafzimmer- auf Wohnzimmer- und Küchenmöbel umgestellt.

1953
Christof Stoll führt die Beteiligung der Mitarbeiter am Betriebsergebnis ein.
1937
Albert Stoll II. stirbt im Alter von 54 Jahren unerwartet. Von seinen vier Söhnen führen drei Söhne anschließend die Stuhlfabriken weiter: Albert Stoll III. leitet den Koblenzer Betrieb, Christof und Martin Stoll leiten gemeinsam die Waldshuter Firma.
Karl Bröcker übernimmt die Unternehmensführung von seinem Vater. Das Unternehmen ist zu dem Zeitpunkt auf Schlafzimmermöbel spezialisiert.


1935
Die Sedus Werksmusik wird gegründet. Die kleine Kapelle mit acht Gründungsmitgliedern entwickelte sich über die Jahre zu einer festen Größe in der Sedus Unternehmenskultur am Standort Dogern. Aktuell hat die Werksmusik rund 25 aktive Mitglieder aus verschiedenen Generationen und Abteilungen. Ihr Repertoire reicht von klassischer Blasmusik über lebhafte Polkas bis hin zu abwechslungsreichen Pop-Medleys.
1929
Der erste Drehstuhl mit Schwenkrollen wird entwickelt.


1926
Albert Stoll II. verbessert den amerikanischen Bürostuhl und entwirft einen Drehstuhl. Auf der Leipziger Messe bringt er seine Neuentwicklung erstmals an die Öffentlichkeit. Es handelt sich um den weltweit patentierten Federdreh, den ersten Drehstuhl mit einer drehbaren Säulenfederung. Der Federdreh ist der Einstieg der Firma in den Markt für Büromöbel.
1912
Albert Stoll II. beginnt in Waldshut mit der Produktion von Sprossenstühlen. Diese unterscheiden sich markant von den Bugholzstühlen und bestehen nur noch aus wenigen gebogenen Teilen. Waagrechte und senkrechte Sprossen geben dem Rekord-Stuhl seine Stabilität und tragen die Rückenlehne. Seine Einzelteile werden auf Spezialmaschinen hergestellt, die Albert Stoll II. in den USA gekauft hat. Hierdurch kann auf viel zeitintensive Handarbeit verzichtet werden.


1897
Albert Stoll I. stirbt im Alter von 61 Jahren, hinterlässt Ehefrau Bertha, drei Töchter und den 15-jährigen Sohn Albert Stoll II. Bertha Stoll führt den Betrieb als erfolgreiche Geschäftsfrau weiter, was ihr im Volksmund den Namen „die Sesselmacherin“ einträgt. Albert Stoll II. macht währenddessen in Waldshut sein Abitur und studiert in Karlsruhe Maschinenbau. 1910 geht er zu Studienzwecken in die USA und übernimmt im Anschluss den Betrieb.
1890
Albert Stoll I. entwickelt den Bugholz-Vierfuß, der der über eine gedrechselte Säule mit Gewindeeinsatz eine Höhen- und Drehverstellung ermöglicht.

1879
Max Klock scheidet aus dem Unternehmen aus. Das Unternehmen wird in Albert Stoll OHG umfirmiert.
1871
Albert Stoll I. gründet gemeinsam mit Max Klock in Waldshut (Baden-Württemberg) die Stuhlfabrik Stoll & Klock. Nachdem Klock im Jahre 1879 aus der Firma ausscheidet, nennt sich das Unternehmen Albert Stoll. Ungefähr zwei bis drei Dutzend Arbeiter stellen in dem Betrieb Stühle aus gebogenem Holz her. Der wichtigste Rohstoff Buchenholz wächst gerade vor der Haustür und in der kaum industrialisierten Gegend finden sich genügend Arbeitskräfte sowie Heimarbeiterinnen für die Fertigung von Flechtrohrsitzen. Der Anschluss von Waldshut an die Eisenbahnnetze stellt außerdem eine gute Voraussetzung für den Vertrieb der Produkte dar, solange es noch keinen schnellen, leistungsfähigen und kostengünstigen Straßentransport gibt.


1864
In Stromberg (Nordrhein-Westfalen) wird das Unternehmen Theodor Bröcker Möbel- und Bauschreinerei gegründet.